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Zum Bad Bodenteicher
Weihnachtsmarkt am 5./6.12.09
Burgmuseum
zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet -
Mit Extra-Öffnungszeiten
im Burgmuseum Bad Bodenteich am Samstag, 5.12. von 14-17 Uhr
und am Sonntag, 6.12. von 11- 17 Uhr beteiligt sich auch der
Förderkreis Burg Bodenteich am Bad Bodenteicher Weihnachtsmarkt,
der wie immer auf dem Burggelände veranstaltet wird.
Zum letzten Mal
besteht dabei Gelegenheit, die Ausstellung „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich-Heide – Flüchtlinge und Vertriebene in
Bodenteich nach 1945“ in der im Jahr 2009 gezeigten Form
zu besichtigen.
Als besonderes Bonbon
für die Besucher wird die von Harro Blunk vor einigen Wochen
fertiggestellte Broschüre mit dem Titel „Flüchtlingsschicksale
nach 1945 im Raum Bodenteich" vorgestellt und zum Selbstkostenpreis
von 2 Euro verkauft. Damit hat der Förderkreis Burg Bodenteich
seinen bereits über 20 historischen Broschüren einen
weiteren wichtigen Baustein zur jüngeren Bodenteicher Geschichte
hinzugefügt. .Auch die von Rolf Simon in einer neuen Broschüre
zusammengestellten Informationen über „Das Rittergeschlecht
derer von Bodendike im Baltikum“ wird sicher viele Interessenten
finden.
Alle noch lieferbaren
Broschüren zur Bodenteicher Geschichte und zur Geschichte
einzelner Fundstücke im Museum sind zusammen mit einigen
anderen Kleinigkei
ten (historische Bilder und Ansichtskarten, Ludza-Becher usw.)
im Museum zum Selbstkostenpreis zu erwerben und für den
historisch Interessierten sicherlich ein gerngesehenes kleines
Geschenk zu Weihnachten.
Volles Haus beim Bohldamm-Film
  
Zum Abschluss der Museumssaison zeigte der Förderkreis
Burg Bodenteich den erst kürzlich erschienenen Film zur
Geschichte des Flüchtlingslagers am Bohldamm in Uelzen.
Der Rittersaal war mit fast 100 Besuchern bis auf den letzten
Platz besetzt. Nach der Begrüßung durch Vorstandsmitglied
Friedhelm Knüppel für den verhinderten Rolf Simon
stellte Frau Dr. Christine Böttcher aus Suderburg den erst
Ende September zum ersten Mal gezeigten Film vor. Sie hatte
den Film zusammen mit Ulla Busse für die Geschichtswerkstatt
Uelzen produziert. In ihrer Einführung ging sie kurz auf
die Entstehungsgeschichte des Films ein und gab einen Überblick
über die Geschichte des Bohldammlagers, das von 1945 bis
1963 die erste Anlaufstelle für fast 4 Millionen Flüchtlinge
und Vertriebene war. Nach der Filmvorführung, bei der der
stellvertretende Förderkreisvorsitzende Harro Blunk an
der Technik die anfänglichen
Tonprobleme rasch meisterte, gab es lang anhaltenden Applaus
der Besucher. Viele von ihnen ließen es sich nicht nehmen
die DVD und das dazugehörige Buch von Dr. Christine Böttcher
zu erwerben. Aus dem von zahlreichen Besuchern am Ausgang gefüllten
Spendentopf wird nach Abzug der Ausgaben für die Rittersaalnutzung
eine Spende an die Geschichtswerkstatt Uelzen weitergeleitet.
Zum Saisonabschluss am
25.10.: Film über das Flüchtlingslager am Bohldamm
im Burgmuseum Bad Bodenteich
  
Der Förderkreis
Burg Bodenteich zeigt zum Ausklang der Museumssaison am Sonntag,
dem 25.Oktober um 17 Uhr im Rittersaal der Burg Bodenteich den
gerade erst fertiggestellten Film über das Flüchtlingslager
am Bohldamm in Uelzen. Unter dem Titel
„geflohen
– vertrieben - rübergemacht“
Das Notaufnahmelager
Bohldamm in Uelzen
zwischen Kaltem
Krieg und Wiederaufbau 1945 - 1963
haben Dr. Christine
Böttcher und Ulla Busse von der Geschichtswerkstatt Uelzen
e.V. eine sehenswerte Geschichtsdokumentation erstellt.
Der Film umreißt die Zeit der Nachkriegszeit bis nach
Schließen des Lagers bis zur Grenzöffnung, das dazugehörige
Buch beschreibt das Notaufnahmelager mehr im Detail. Die Filmlänge
beträgt etwa 45 Minuten! Als eine der beiden „Macherinnen“
des Films wird Frau Dr. Christine Böttcher anwesend sein
und eine kleine Einführung geben.
Nach Ende des Films steht sie den Besuchern noch für Fragen
und ergänzende Informationen zur Verfügung. DVDs mit
dem dazugehörigen Buch können während der Veranstaltung
für 15 Euro erworben werden. Der Eintritt ist kostenlos,
Spenden zur Deckung der Unkosten sind aber erbeten.
Bodenteicher
Tischbrunnen im Residenzmuseum - Förderkreis fährt
nach Celle
   
Als im Februar die
Nachricht durch die Zeitungen ging, dass das Land Niedersachsen
für 600 000 Euro einen bis dahin nicht bekannten „Bodenteicher
Tischbrunnen“ aus der berühmten Antiquitätensammlung
von Yves Saint Laurent ersteigert hatte, waren die Mitglieder
des Förderkreises Burg Bodenteich wie elektrisiert. Recherchen
ergaben, dass es sich bei dem „Tischbrunnen“ aus
dem Jahr 1630 wohl um ein Geschenk des Amtes Bodenteich für
Herzog Georg Wilhelm anlässlich seiner Amtseinführung
handelte. Der Tischbrunnen, auch Tischfontäne genannt,
zählt zu den Hauptwerken der Hamburger Goldschmiedekunst
des Frühbarocks. Die Inschrift „Ambt Bodendick“
ist ein eindeutiger Beweis für die Herkunft des kostbaren
Stücks. Nachdem dieses nun im Residenzmuseum im Celler
Schloss ausgestellt wird, führt der Förderkreis Burg
sein diesjähriges Mitgliedertreffen am Sonntag, dem 1.
November in Celle durch. Busabfahrt ist um 13.30 Uhr auf dem
Burgparkplatz, Von 15 – 16 Uhr gibt es eine sachkundige
Führung im Celler Schloss, bei der auch die Tischfontäne
gezeigt wird. Um 16.30 Uhr folgt dann ein gemeinsames Kaffeetrinken
im Hotel Celler Tor in Groß Hehlen. Bei dieser Gelegenheit
wird Förderkreisvorsitzender Rolf Simon einen kurzen Rückblick
auf die vergangene Museumssaison geben und den Mitgliedern des
Museumsdienstes danken. Gegen 17.30 Uhr beginn die Rückfahrt
nach Bad Bodenteich, wo man spätestens um 19.00 Uhr eintreffen
wird. Der Unkostenbeitrag für die Busfahrt, Eintritt und
Führung im Museum sowie Kaffee und Kuchen beträgt
7,50 Euro für Förderkreismitglieder und 15 Euro für
Gäste, die herzlich willkommen sind. Anmeldungen bitte
bis zum 29.10. an: Otto Lüpke, Tel. 05824/640, Rolf Simon,
Tel. 05824/1350 oder Harro Blunk Tel. 05824/2479.
„Karussellkönig“ Hugo Hasse – Erzählcafé
zum Thema Arbeiten in Bodenteich nach 1945
   
Als Begleitprogramm
zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich – Heide“ - Flüchtlinge und Vertriebene
in Bodenteich nach 1945 veranstaltet der Förderkreis Burg
Bodenteich am Sonntag, dem 27.9.09 ab 14.30 Uhr im Rittersaal
der Burg Bodenteich zum dritten Mal ein Erzählcafé.
Diesmal steht das Thema „Arbeiten in Bodenteich nach 1945“
im Mittelpunkt.
Einer der
großen Arbeitgeber in der Nachkriegszeit war das Unternehmen
Hugo Haase, das einst vom „Karussellkönig“
Hugo Haase (1857-1933) gegründet wurde. Hugo Haase revolutionierte
in den Jahrzehnten um 1900 das Leben auf den Jahrmärkten
Mitteleuropas. Ob Karussell, Autoscooter, Achterbahn –
seine Fahrgeschäfte machten Epoche.
Die Kulturwissenschaftlerin
Darijana Hahn, Autorin des Buches „Hugo Haase –
der Karussellkönig aus Winsen“, wird ab 14.30 Uhr
einen bebilderten Vortrag über das Leben und Werk Hugo
Haases halten.
Nach Haases
Tod bestand das Unternehmen in Roßla/Thüringen weiter.
Nach dem 2. Weltkrieg siedelte das Unternehmen Ende 1949 mit
über 300 Arbeitern nach Niedersachsen übern, und fand
in den ehemaligen Lagerhallen der Muna eine neue Heimat. Offizieller
Firmensitz war zwar Hannover, aber im Winterquartier in Bodenteich
wurden die Fahrgeschäfte gelagert und ausgebessert.Von
Bodenteich aus wurden viele Rummelplätze in Deutschland
und Europa mit Achterbahnen und Wasserbahnen bestückt.
Henny Franke,
die beim Erzählcafé Ehrengast sein wird, hat diese
Zeit in der Firma Hugo Haase miterlebt und kann noch viele interessante
Geschichten dazu erzählen.
Für
Kaffee und Kuchen sorgt wieder das Team vom Jugendzentrum mit
Berni Nowak und seinen „Krümelgirls“. Zeitzeugen
und interessierte Besucher herzlich eingeladen.
Die Besucher
sollten anschließend einen Besuch im Burgmuseum mit einplanen,
denn in der aktuellen Ausstellung im Burgmuseum geben einige
Bilder einen guten Einblick in das Thema „Arbeiten in
Bodenteich nach 1945“ im Allgemeinen und Firma Hugo Hasse
im Besonderen.
Spannende Führungen im Burgkeller und
im Brauhaus
   
Zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto
„Historische Orte des Genusses“ stand, bot der Förderkreis
Burg Führungen auf dem Burggelände an, die von zahlreichen
Besuchern genutzt wurden.
Schon ein Klassiker sind die Führungen im sonst nicht zugänglichen
Burgkeller. Bevor es die steile Treppe hinunterging, musste
bei Eckart Korthals aus versicherungsrechtlichen Gründen
erst einmal eine Haftungsausschlusserklärung unterschrieben
werden. Im Burgkeller wurde bei den Vorarbeiten zur Restaurierung
der Burg 1983 ein bis dahin nicht bekannter runder Feldsteinturm
vom Anfang des 13. Jahrhunderts entdeckt. Damit war die Keimzelle
der Bodenteicher Burg gefunden, ein befestigter Wohnturm, in
Fachkreisen auch Motte genannt. In der ihm eigenen Weise berichtete
der 2. Förderkreisvorsitzende Harro Blunk spannend und
kenntnisreich über die Baugeschichte und die Ausgrabungsfunde
in diesem ältesten Burgbereich.
Förderkreisvorsitzender Rolf Simon führte die Besucher
durch das Brauhaus. Dabei gab er einen Einblick in die Geschichte
dieses Gebäudes, das 2005 wiederaufgebaut wurde. Im Braukeller
zeigte er den Rest des alten Gärtroges aus dem Jahr 1656,
in dem früher der Brauvorgang vorbereitet wurde. Ein Blick
in die Geschichte des Bieres und des Brauwesens in Bodenteich
durfte dabei ebenso wenig fehlen wie der „Bierkrieg“
zwischen Uelzen und Bodenteich im 17. und 18 Jahrhundert.
Nach den kostenlosen Führungen vertieften die meisten Besucher
die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse noch durch einen
Besuch im Burgmuseum, wobei sie natürlich auch die sehenswerte
aktuelle Ausstellung zu den Flüchtlingen und Vertriebenen
in Bodenteich nach 1945 nicht ausließen.
Führungen
im Burgkeller und im Brauhaus zum Tag des offenen Denkmals
  
Zum Tag des offenen
Denkmals am Sonntag, dem 13. September 2009, der in diesem Jahr
unter dem Motto „Historische Orte des Genusses“
steht, bietet der Förderkreis Burg Bodenteich um 14, 15
und 16 Uhr zeitgleich Führungen im sonst nicht zugänglichen
Burgkeller und im Brauhaus einschl. Braukeller an. Im Burgkeller
unter dem Fachwerkgebäude befand sich einst die „Keimzelle“
der Bodenteicher Burg, ein runder Feldsteinturm aus dem 13.
Jahrhundert. Noch heute sind im Keller die Grundmauern dieses
Turms deutlich zu erkennen. Das Brauhaus mit dem historischen
Braukeller wurde 2005 nach alten Plänen von 1803 originalgetreu,
aber mit moderner Innenausstattung wiederaufgebaut.
Auch für das
leibliche Wohl ist gesorgt, denn passend zum Motto des Denkmaltages
brutzelt Ritter Armin persönlich Bodenteicher Ritterspieße
und Landsknecht-Bratwurst.
Natürlich ist
auch das Burgmuseum mit der vielbesuchten aktuellen Ausstellung
"Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich - Heide - Flüchtlinge
und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 von 14-17 Uhr geöffnet.
Familientreffen
im Burgmuseum
 
Als sich Siegfried
Nickel aus Spiekershausen (Gemeinde Staufenberg n. Hann Münden)
sich auf einem alten Foto mit Kindern aus der „Kleinen
Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide“ in der Zeitung
entdeckte, kamen sofort die Erinnerung an die seine Zeit in
Bodenteich hoch. Zusammen mit seinem Bruder Günther Nickel,
der immer noch in Bad Bodenteich wohnt, entstand die Idee zu
einem kleinen Familientreffen in Bad Bodenteich. Jetzt trafen
sich die insgesamt vier Geschwister der Familie Nickel: Günther,
Siegfried, Gisela (verh. Gutknecht) aus Uelzen und Evelin (verh.
Böhmke) aus Hamburg-Bergedorf zu einem Besuch im Burgmuseum
Bad Bodenteich. Friedhelm Knüppel vom Förderkreis
Burg führte die vier Geschwister mit ihren Partnern durch
die Ausstellung „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide
– Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach
1945“.
Auf der großen
Wandkarte mit verschiedenen Fluchtwegen suchten sie ihre Heimatregion
in Oels/Niederschlesien, von der aus die Familie Anfang Januar
1945 nach Tschechien flüchtete, später dann aber wieder
zurückkehrte.
1947 erfolgte dann
die endgültige Ausweisung und über mehrere Umwege
gelangten die zeitweise auch voneinander getrennten Familienmitglieder
Ende 1948/Anfang 1949 Bodenteich und kamen dort in Halle 26,
36 bzw. in Röhrsen (Günther Nickel) unter. Die vielen
Bilder aus dieser Zeit stießen auf ihr allergrößtes
Interesse, längst vergessene Erlebnisse fielen ihnen wieder
ein. Freunde und ehemalige Mitschüler aus dieser Zeit konnten
sie auf den Fotos wiedererkennen. Für die vier Geschwister
war es ein schöner Ausflug in die Vergangenheit, die sie
als Kinder und Jugendliche als trotz aller Beschwernisse eher
als eine glückliche Zeit in Erinnerung behalten haben.
Lilo Breitmann
und Gerhard Krüger berichteten im Erzählcafé
über ihre Flucht aus Ostpreußen und das Ankommen
im Kreis Uelzen 1945
   
Als Begleitprogramm
zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich – Heide“ · Flüchtlinge und
Vertriebene in Bodenteich nach 1945" bietet der Förderkreis
Burg Bodenteich nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen
zum in diesem Jahr Erzählcafés an. Beim zweiten
von drei geplanten Erzählcafés begrüßte
Friedhelm Knüppel, Vorstandsmitglied des Förderkreises
Burg, die etwa 30 Gäste. Danach gab es erst einmal Kaffee
und Kuchen, für den Berni Nowak mit seinen fleißigen
Helferinnen und Helfern und einige Kuchenspenden gesorgt hatten.
Nachdem beim ersten
Erzählcafé die Flucht im Mittelpunkt stand, berichteten
Lilo Breitmann (jetzt Bad Bodenteich) und Gerhard Krüger
(Linden) anschaulich über die Ankunft und die erste Zeit
in der neuen Heimat. Es war nicht immer so, wie es heute verschiedentlich
dargestellt wurde, denn nicht überall waren die Flüchtlinge
wirklich willkommen. Die Einheimischen mussten in ihren Häusern
und Wohnungen zusammenrücken und Zimmer abgeben. In der
Schule sorgte der Zuzug von Flüchtlingen für volle
Klassen. Von manchen Lehrern fühlten sich die Flüchtlinge
ungerecht behandelt, das ist bis heute in der Erinnerung geblieben,
wie ein Besucher anmerkte.
Lilo Breitmann,
deren Mann im Krieg gefallen war und die einen kleinen Sohn
im Alter von vier Monaten hatte, als sie in Bienenbüttel
ankam., suchte sich später eine Arbeit bei der Post in
Uelzen. Mit ihrem zweiten Mann hatte sie noch drei Kinder und
zog später mit der ganzen Familie nach Salzgitter-Beinum,
wo sie sich sehr wohl fühlte. Im Alter kam sie nach Bad
Bodenteich zurück. Sie stellte abschließend die Frage
„Wo ist denn jetzt meine Heimat?“ und trug noch
ein kleines Gedicht aus ihrer Salzgitteraner Zeit vor-
Gerhard Krüger
kam im Alter von 12 Jahren nach der Flucht mit dem Schiff über
die Ostsee mit seiner Mutter nach Linden. Es war schwer für
die fünfköpfige Familie eine Bleibe zu finden. Nachdem
Schulabschluss erlernte er das Schmiedehandwerk, was er nie
bereut hat. Über seine Flucht und all das, was dann folgte,
hat er sogar ein kleines Buch geschrieben. Die Besucher folgten
mit großem Interesse den Erzählungen von L. Breitmann
und G. Krüger. Einige ergänzten die Berichte durch
eigene Erlebnisse. Ein Gang durch die sehr informative Ausstellung
über die Flüchtlinge und Vertreibung im Burgmuseum,
die den Alltag in der „Kleinen Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide
mit Fotos und Dokumenten zeigt. Die Ausstellung ist immer samstags,
sonntags und an Feiertagen von 14 - 17 Uhr geöffnet. Führungen
für Gruppen können unter Tel. Nr. 05824/3539 oder
1350 vereinbart werden.
Großer Andrang beim Museumstag
   
Den freien Eintritt zum Internationalen Museumstag nutzten rund
150 Besucher im Burgmuseum Bad Bodenteich. Edgar Schulz und
Förderkreisvorsitzender Rolf Simon standen den Besuchern
für Erläuterungen und Führungen durch die aktuelle
Ausstellung "Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide
- Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 zur
Verfügung; ein Angebot, von dem rege Gebrauch gemacht wurde.
Die ausgestellten Bilder, Dokumente und Alltagsgegenstände
regten die Besucher auch zu vielen Gesprächen untereinander
an, in denen eigene Erlebnisse oder auch Erzählungen von
Eltern und Verwandten aus der Nachkriegszeit im Mittelpunkt
standen.
Zum Abschluss dieses sehr gut besuchten Museumstages wollten
sich fast 100 Zuschauer den Film "Report on the Refugee
Situation Jan. 1949" nicht entgehen lassen. Förderkreisvorsitzender
Rolf Simon und Filmvorführer Dieter Warnecke gaben eine
Einführung in die Thematik des Films. Der 60 Jahre alte
Dokumentarfilm schildert in beeindruckender und auch heute unter
die Haut gehenden Bilder die Not von Flüchtlingen, die
aus dem Osten in die damalige britische Besatzungszone einwandern
wollten. Ihr langer Weg nach der oft illegalen Grenzüberquerung
endet vorläufig in Flüchtlingslagern entlang der Zonengrenze,
bis sie eine Aufenthaltsgenehmigung erhielten und in andere
Orte der britischen Zone überwiesen wurden. Oft folgten
der Aufenthaltsverweigerung aber auch eine Zurückweisung
in die ehemaligen Wohngebiete. Einen wesentlichen Teil des Films
nehmen Bilder aus dem Auffanglager Uelzen-Bohldamm ein. Gezeigt
wird das Leben in Baracken, die Esssensausgabe und ärztliche
Untersuchungen sowie Einzelfallprüfungen hinsichtlich der
Aufenthaltsgenehmigung. Abgewiesene Flüchtlinge wurden
an die Zonengrenze zurückgeschicht; wer eine Genehmigung
bekommen hatte, konnte mit Kurswagen in die neuen Wohnorte fahren.
Betroffen von dem im Film Gesehenen verließen viele Besucher
den Rittersaal.
Im
Burgmuseum Bad Bodenteich - Führungen und Film am Museumstag
Am Sonntag, 17.Mai
2009 beteiligt sich das Burgmuseum Bad Bodenteich wieder am
Internationalen Museumstag, der in diesem Jahr unter dem Motto
„Museen und Tourismus“ steht.
Bei freiem
Eintritt ist das Museum von 14 – 17 Uhr geöffnet.
Es gibt Führungen durch die aktuelle Ausstellung 2009 „Kleine
Flüchtlingsstadt Bodenteich – Heide“ ·
Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945. Auch
Edgar Schulz, der die Flüchtlingswohnung seiner Familie
im Museum nachgestellt hat, wird persönlich anwesend sein.
Um 17 Uhr wird im Rittersaal noch ein Film über das Bohldammlager
in Uelzen vorgeführt (Filmdauer ca. 30 Minuten).
Die beigefügten
Fotos vom Bohldammlager in Uelzen stammen aus dem Niedersächsischen
Landesarchiv und wurden 1950 aufgenommen.
Förderkreis in Osterwohle auf
den Spuren derer von Bodendike
   
Mit 55 Mitreisenden
konnte der Förderkreis Burg Bodenteich mit seinem Reiseleiter
Otto Lüpke einen neuen Besucherrekord bei seiner Fahrtenreihe
„Auf den Spuren derer von Bodendike“ verbuchen.
Ziel war in diesem Jahr das Dorf Osterwohle, das eine außergewöhnliche
Kirche besitzt. Der Kern dieser Kirche besteht aus Feldsteinen
und stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Die einzigartige
Dorfkirche wurde 1607–1621 in dem in Deutschland sehr
seltenen manieristischen Stil von Oleke von der Schulenburg,
geb. von Saldern, mit ihrem privaten Geld umgebaut und ausgestattet.
Ein wahres Meisterwerk der Schnitzkunst sind die von mehreren
unbekannten Meistern vor 1621 angefertigten Schnitzarbeiten.
Hier sind besonders ein Verkündigungsengel, der Lettner(Eingang
zum Altarraum), die Kanzel und ganz besonders die von einem
Pelikan gekrönte Taufe hervorzuheben.
Diese einzigartige
Innenausstattung, zu der noch eine Kassettendecke, eine prachtvolle
Herrschaftsempore, Grabdenkmälern und einer Kreuzigungsgruppe
des 15. Jahrhunderts gehören, macht die Osterwohler Kirche
zu den reichhaltigsten und künstlerisch wertvollsten der
ländlichen Sakralbauten Sachsen-Anhalts. Die Bad Bodenteicher
Besuchergruppe war tief beeindruckt vom intensiven Erlebnis
dieses Kirchenraums.
Unter fachkundiger
Führung von Dr. Wilfried Wettengel ging es dann zu Fuß
weiter zum ehemaligen Herrenhaus der Familie von der Schulenburg.
Es musste um 1500 wegen eines damals vom Landesherrn verhängten
Massivbauverbots in Fachwerkbauweise ausgeführt werden.
An der Rückfront ist die spätgotische Fassade noch
weitgehend erhalten. Die eigentliche Überraschung bot jedoch
der der Keller unter dem Haupthaus, in dem es eine ungewöhnlich
aufwändige vermutlich romanische Kellerhalle mit Kreuzrippengewölben
gibt. Unter einem Standerker befindet sich ein weiterer aus
Feldsteinen gebauter Keller mit Tonnengewölbe, bei dem
es sich um den Rest eines schon im 14.Jahrhundert errichteten
Wohnturmes einer Adelsburg handelt, die zwischen 1430 und 1478
der Familie von Bodendike gehörte.
Ein Spaziergang
entlang des ehemaligen Wassergrabens auf einer alten Wallanlage
vermittelte den Fahrtteilnehmern einen Eindruck von der Weitläufigkeit
des früheren Burggeländes. Mit einem Kaffeetrinken
im alten Gutshaus von Langenapel und einem Spaziergang durch
den Ort endete die Altmark-Exkursion des Förderkreises.
Wahrzeichen des Ortes sind eine Feldsteinkirche aus dem 13.
Jahrhunderts und die Wassermühle an der Dumme aus dem 17.
Jahrhundert.
Kleine Flüchtlingsstadt Bad Bodenteich
Zeitzeugen sprechen bei Ausstellung über ihre Erfahrungen
nach dem zweiten Weltkrieg
Von Jürgen Köhler-Götze
  
Bad Bodenteich.
Von den Millionen Flüchtlingen am Ende des Zweiten Weltkrieges
verschlug es einige hundert Familien nach Bad Bodenteich. Die
dortige Heeresmunitionsanstalt (Muna), in die in den Fünfziger
Jahren dann der Bundesgrenzschutz einzog, wurde ab 1945 zu einer
Flüchtlingsstadt. Das Burgmuseum in Bad Bodenteich zeigt
derzeit eine Ausstellung zum Thema. Am Ostersamstag trafen sich
Zeitzeugen, die damals als Kinder in Bodenteich einquartiert
waren.
Peter Lapöhn,
der 1941 in der Nähe von Königsberg geboren ist, hatte
auf der Flucht über das Frische Haff seine Großeltern
verloren und ist heute noch froh, dass er das er nicht rechtzeitig
das Flüchtlingsschiff in Pillau erreicht hat. "Vielleicht
wäre ich mit der Gustloff untergegangen." Nach vierjähriger
Kriegsgefangenschaft kam er durch Vermittlung im April 1949
nach Bodenteich und hat bis 1957 im Flüchtlingsheim gewohnt.
Die Enge dort hat er noch in Erinnerung. Bis zu zehn Menschen
lebten in den "großen" Wohnungen auf 24 Quadratmetern.
In Halle 26, wo es besonders eng zuging, mussten sich 24 Familien
ein Badezimmer mit einem Waschbecken und einer Wanne, eine Waschküche
und fünf Damen- und Herrentoiletten teilen. Lapöhn
zeigt auf ein Foto, auf dem er als 8-Jähriger mit einer
ganzen Reihe anderer Kinder zu sehen ist. "Schuhe hatten
wir damals nicht. Wir sind den ganzen Sommer über immer
barfuß gelaufen." Dass seine Eltern das vielleicht
anders gesehen haben mögen, ist ihm klar, aber "für
uns Kinder war das hier das Paradies." Ganz selbstverständlich
nennt er Bodenteich als seine Heimat. Geblieben ist ihm aus
dieser Zeit seine Abneigung gegen Salat: "Wenn Sie sich
jahrelang vor allem von Brennnesseln und Wegerich ernährt
haben, dann können Sie kein Grünzeug mehr sehen."
Auch Sieglinde Briegert,
die in Halle 36 "mit vier Leuten in einem Zimmer"
gewohnt hat, nennt als Heimat Bad Bodenteich, obwohl sie in
den Sommermonaten "alle 14 Tage eine neue Schule besucht"
hat. "Zwischen März und Oktober waren wir mit dem
Fahrgeschäft Arno Haase, das hier sein Winterquartier hatte,
auf Reise." Sie hat bis 1957 im Wohnwagen gelebt und war
beengte Wohnverhältnisse gewohnt.
Gisela Krakuhn,
die eine ganze Reihe von Dokumenten zur Ausstellung beigesteuert
hat, erinnert sich, dass die Flüchtlinge in Bodenteich
nicht unbedingt willkommen waren. Wenn irgendwo etwas gestohlen
wurde, steckten garantiert die Flüchtlinge dahinter. Besonders
ein Lehrer habe die Flüchtlingskinder immer wieder in der
Schule gepiesackt. Heimat ist Bodenteich für sie trotzdem
geworden.
Erika Kien aus dem
Kreis Allenstein wurde im März 1945 nach Wieren eingewiesen,
wo sie unter ähnlichen Bedingungen wie die Bodenteicher
Flüchtlinge gelebt hat, "zuerst im Ziegenstall, später
dann mit sechs Personen auf 16 Quadratmetern". Sie sieht
die Heimatdiskussion mit wenig Leidenschaft. "Ich bin in
Tolack geboren, habe meine Kindheit in Wieren verbracht, habe
mehr als 20 Jahre in Düsseldorf gewohnt und wohne jetzt
wieder in Wieren. Ich weiß gar nicht so genau, zu was
ich Heimat sagen soll."
Quelle: www.az-online.de
vom 14.04.09
Nur einen
Löffel brachte er mit - Edgar Schulz berichtete im Erzählcafé
über seine Flucht aus Lodz 1945
  
Als Begleitprogramm
zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich – Heide“ · Flüchtlinge und
Vertriebene in Bodenteich nach 1945" bietet der Förderkreis
Burg Bodenteich nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen
zum ersten Mal Erzählcafés an. Nach der Begrüßung
durch den Förderkreisvorsitzenden Rolf Simon gab es erst
einmal Kaffee und Kuchen, für den Berni Nowak mit seinen
fleißigen Helfern und einige Kuchenspenden gesorgt hatten.
Im Mittelpunkt der
Veranstaltung, zu der sich etwa 40 interessierte Zuhörer
eingefunden hatten, stand ein ausführlicher Bericht von
Edgar Schulz, Bad Bodenteich, über das Leben seiner Familie
in der Region Lodz, die Flucht aus einem Kinderlandverschickungslager
und die Aufnahme der Flüchtlinge in Schostorf.
Die Familie Schulz
gehörte als Inhaber einer Weberei in Konstantynov bei Lodz
zu den geachteten wohlhabenden Mitgliedern der deutschen Minderheit,
die sich mit deutschen Schulen, Kirchen und Vereinen eine eigene
Welt geschaffen hatten. Durch seine Unterbringung in einem Kinderlandverschickungslager
musste Edgar Schulz als 12jähriger Junge getrennt von seiner
Familie flüchten. Unterwegs ging sein Gepäck verloren,
nur einen kleinen Löffel konnte er retten. Über Verwandte
in Berlin erfuhr er, dass diese nach Schostorf in den Kreis
Uelzen geflüchtet war, und traf dort glücklich wieder
mit seiner Familie zusammen.
Familie Reimers
brachte die Familie in zwei bisher nicht genutzten Räumen
unter und stellte nicht mehr benötigte Altmöbel und
wenige Haushaltsgegenstände zur Verfügung. Schränke,
Kommoden u. a. baute man sich aus alten Munitionskisten, die
in der ehemaligen Munitionsfabrik (Muna) Bodenteich in großer
Zahl vorhanden waren. Nach seinem Bericht lud Edgar Schulz die
Zuhörer in den Nebenraum des Burgmuseums ein, wo er nach
alten Zeichnungen und seinen Erinnerungen den Wohnraum seiner
Familie mit einem Bett, einem improvisierten Herd und vielen
umgebauten Munitionskisten gestaltet hat. Dort konnten sich
die Besucher ein eigenes Bild von der Wohnsituation der Familie
von E. Schulz machen und als einziges gerettetes Überbleibsel
seiner eigenen Flucht einen kleinen Löffel bewundern.
Die Besucher zeigten
sich sehr beeindruckt von den Erzählungen Edgar Schulz'
. Einige steuerten auch eigene Erlebnisse bei und beschäftigten
sich anschließend ausfühlich mit der informativen
Ausstellung über die Nachkriegszeit. Die Ausstellung ist
immer samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 - 17 Uhr geöffnet.
Führungen für Gruppen können unter Tel. Nr. 05824/3539
oder 1350 vereinbart werden.
Förderkreis fährt nach Osterwohle
  
Am Sonntag, dem
19. April setzt der Förderkreis Burg seine Fahrten „auf
den Spuren derer von Bodendike“ mit einem Besuch in Osterwohle
fort. Das Dorf ist überregional bekannt durch den im Inneren
der Gutskirche um 1620 vollbrachten reichen Ausbau bzw. die
Einrichtung aus ungefasstem Holz.
Die Kirche zählt
zu den reichhaltigsten und künstlerisch wertvollsten ländlichen
Sakralbauten in Sachsen-Anhalt.
Außerdem gibt
es auf dem Gelände eines alten Gutshofes eine mittelalterliche
Burganlage, von der noch wesentliche Teile des Wassergrabens
und Wälle erhalten sind. Einst herrschte hier auch Gebhard
von Bodendike als Hauptmann der Altmark.
Abfahrt ist um 13.30
Uhr auf dem Burgparkplatz vorn (Marktplatz). Nach dem Besuch
in Osterwohle gibt es um 16.15 Uhr ein gemeinsames Kaffeetrinken
in Langenapel. Spätestens um 18.30 Uhr wird der Bus wieder
in Bad Bodenteich eintreffen. Wegen einer geplanten Wanderung
auf den ehemaligen Wallanlagen wird um festes Schuhwerk gebeten.
Der Kostenbeitrag
für Busfahrt, Führungen und Kaffee und Kuchen beträgt
für Förderkreismitglieder 10,00 Euro; von Nichtmitgliedern
werden 15,00 Euro kassiert. Anmeldungen nehmen Otto Lüpke,
Lüder, Tel. 05824/640, Rolf Simon, Lüder Tel. 1350
und Harro Blunk, Bad Bodenteich, Tel. 05824/2479 entgegen.
Erzählcafé
zum Thema Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach
1945

Als Begleitprogramm
zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich – Heide“ · Flüchtlinge und
Vertriebene in Bodenteich nach 1945" wird der Förderkreis
Burg Bodenteich nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen
zum ersten Mal Erzählcafés durchführen. Zunächst
einmal sind drei Veranstaltungen am 5.4., am 21.6. und am 27.9.
geplant.
Am Sonntag,
dem 5. April geht es ab 14.30 Uhr im Lesezimmer der Burg Bodenteich
   
(eventuell auch
im Braukeller) um das Thema "Flucht und Vertreibung".
Der Bad Bodenteicher Bürger Edgar Schulz, der 1945 als
zwölfjähriger Junge mit seiner Familie aus der Gegend
von Lodz nach Schostorf kam, wird von seinen Erlebnissen auf
der Flucht und während der ersten schweren Jahre in der
neuen Heimat Schostorf erzählen. Für die aktuelle
Sonderausstellung hat Edgar Schulz nach seinen Erinnerungen,
Aufzeichnungen und Zeichnungen das Wohnzimmer seiner Familie
in Schostorf in einem Extraraum wieder aufgebaut.
Für Kaffee
und Kuchen sorgen Berni Nowak und das Jugendzentrum Bad Bodenteich.
Burgmuseum
eröffnete Saison mit sehenswerter Ausstellung über
Flüchtlinge in der Nachkriegszeit
Groß war die Freude bei Rolf Simon, dem Vorsitzenden des
Förderkreises Burg Bodenteich, als er zur Eröffnung
der neuen Museumssaison fast 50 Gäste im Burgmuseum Bad
Bodenteich begrüßen konnte, darunter auch Bürgermeister
Edgar staßar und mehrere Ratsmitglieder. Alle wollten
sich gern die neue Ausstellung „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich-Heide · Flüchtlinge und Vertriebene in
Bodenteich nach 1945“ ansehen. Darin stellen Fotos, Berichte
von Zeitzeugen, Dokumente und viele Gegenstände aus der
Nachkriegszeit an verschiedenen Stationen (u. a. Flucht, Ankommen,
Wohnen, Sich Versorgen) das Leben der Flüchtlinge und Vertriebenen
in Bodenteich und den Dörfern der Umgebung anschaulich
dar. An einer großen Wandkarte werden die Fluchtwege verschiedener
Personen und Familien aus Ostpreußen, Westpreußen
und der Gegend um Lodz in den Kreis Uelzen gezeigt. Davor ist
ein kleiner Flüchtlingstreck aus Handwagen und Kinderwagen
zu sehen. Edgar Schulz hat die damalige Wohnung seiner Familie
in Schostorf nach der Flucht aus Lodz in einem Nebenraum fast
originalgetreu wieder aufgebaut.
Dokumente und Fotos
von der „Kleinen Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide“,
in der seit Ende 1948/Anfang 1949 fast 500 Personen Zuflucht
fanden, nehmen einen breiten Raum ein.
Auch die Bereiche
Kirche, Schule, Feste und Feiern sowie Arbeiten in Bodenteich
kommen nicht zu kurz. Hierbei findet besonders das Unternehmen
Hugo Haase Berücksichtigung, das von Bodenteich aus viele
Rummelplätze mit Achterbahnen, und Wasserbahnen bestückte.
Auch Moritz-Ernst
Priebe, Flüchtling, Pastor, Bundestagsabgeordneter (von
1949 – 1961) und Bürgermeister findet als einer der
herausragenden Ortspolitiker gebührende Berücksichtigung.
Viele Besucher ließen
sich durch das Gezeigte zu intensiven Gesprächen anregen,
stellten kleine Fehler richtig und erkannten auch einige der
auf den Fotos dargestellten Personen wieder. Einige hatten gleich
neue Exponate und Fotos mitgebracht, die noch in die Ausstellung
aufgenommen werden können. So werden ab Ostern auch Fotos
und Berichte von den Flüchtlings-Notunterkünften in
den Hallen 19 und 26 gezeigt werden, in denen 32 Familien auf
viel beengterem Raum und weniger komfortabel unterkamen als
in den zu Wohnheimen umgebauten Verwaltungsgebäuden 34-37.
Die Ausstellung,
zu der auch noch zahlreiche Begleitaktionen geplant sind, ist
bis Ende Oktober immer an den Wochenenden samstags und sonntags,
aber auch an allen Feiertagen von 14-17 Uhr geöffnet. Für
Gruppen ab 10 Personen können Führungen unter Tel.
05824/3539 und 1350 abgemeldet werden.
„Kleine
Flüchtlingsstadt Bodenteicher Heide“ - Flüchtlinge
und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 - Neue Ausstellung im
Burgmuseum
  
Für die Museumssaison 2009 nimmt sich der Förderkreis
Burg Bodenteich wieder eines interessanten zeitgeschichtlichen
Themas der Lokalgeschichte an. Nach der viel beachteten Ausstellung
über die Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers Bodenteich
folgt 2009 eine Ausstellung mit dem „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich - Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich
nach 1945“.
Auf dem Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna)
wurden ab 1948/49 vier große Gebäude zu Flüchtlingswohnheimen
umgebaut. Fast 500 Flüchtlinge und Vertriebene fanden hier
eine neue Heimat – darunter 220 Kinder. Jedem Bewohner
standen etwa 6 m² Wohnraum zu. Zu jeder Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnung
gehörte ein Kellerraum; in jedem Gebäude befanden
sich mehrere WC und Badezimmer. 4 Morgen Gartenland gaben den
Vertriebene Gelegenheit, sich ihr Gemüse selbst zu ziehen.
Zwei Kaufläden, ein Milchgeschäft und eine Bäckerei
sowie eine kleine katholische Kirche vervollständigten
die „Kleine Flüchtlingsstadt“ im Kiefernwald
von Bodenteich-Heide, an die die neue Ausstellung erinnern soll.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Alltag der Flüchtlinge
und Vertriebenen, die nach 1945 in großer Zahl nach Bodenteich
kamen. Ihre Fluchtwege in unsere Region, die beengte Wohnsituation
und die oft nur mangelhafte Versorgung mit Lebensmitteln werden
ebenso gezeigt wie die Auswirkungen auf den Schulunterricht.
Mühevoll war die Ansiedlung von Betrieben in Bodenteich
während der Nachkriegszeit, wo dann auch einige der Flüchtlinge
und Vertriebenen Arbeit fanden.
Besonders gut dokumentiert durch genaue Zeichnungen ist die
Wohnung der Familie von Edgar Schulz, Forstweg, die zuerst in
Schostorf Zuflucht fand. Sie wird mit Original- „Möbeln“
von damals (umgebaute Museumskisten) u. v. a. in einem Nebenraum
dargestellt. Fortsetzung S. 2
Am Freitag, dem 27. März wird die Ausstellung um 18 Uhr
offiziell eröffnet. Erster regulärer Öffnungstag
ist Samstag, 28. März von 14 – 17 Uhr. Die Museumssaison
dauert bis zum 25. Oktober. Das Museum ist immer samstags und
sonntags, aber auch an Feiertagen von 14 – 17 Uhr geöffnet.
Gruppenführungen außerhalb dieser Zeiten können
unter den Tel. Nr. (05824) 1350 oder 3539 vereinbart werden
Zu den Bildern:
- Kinder vor dem ehemaligen Flüchtlingswohnheim im Ortsteil
Bodenteich-Heide 1950
- Wohnzimmer der Familie Schulz, die nach Schostorf geflüchtet
war (Zeichnung des 12jäjrigen Edgar Schulz)
- Westpreußische Bauernfamilie auf der Flucht: Familie
Georg Stockmann flüchtete aus Westpreußen zunächst
nach Schostorf. Ab 1953 wohnte sie dann in Lüder.
Förderkreis
zeigte wieder Einsatz für die Burg Bodenteich
  
Eine Rückschau auf das vergangene Museumsjahr und ein Ausblick
auf die Aktivitäten im Jahr 2009 standen neben den üblichen
Regularien im Mittelpunkt des offiziellen Teils der Jahreshauptversammlung
des Förderkreises Burg Bodenteich. Vorsitzender Rolf Simon
konnte dazu über 40 der aktuell 135 Mitglieder begrüßen.
Das Jahr war wieder von einem vielfältigen Einsatz für
die Burg Bodenteich geprägt, wie der 2. Vorsitzende Harro
Blunk zu berichten wusste. Im Burgmuseum stand die sehr interessante
Ausstellung zur Geschichte des Arbeitsdienstlagers im Mittelpunkt,
für die im Wesentlichen Edmund Gähring verantwortlich
zeichnete. Ihm wurde dafür noch einmal ausdrücklich
gedankt, ebenso auch Rolf Helmke, der in Zusammenarbeit mit
E. Gähring eine DVD zum Arbeitsdienst erstellt hatte. Die
ersten Exemplare waren schnell vergriffen. Harro Blunk hat außerdem
eine Broschüre erstellt.
Daneben gab es noch eine Bilderausstellung von Christel Schnelli,
eine Ausstellung im Blaudruck und die erste Ausstellung aus
der umfangreichen Schenkung einer Zinnsammlung an den Verein.
2200 zahlende Besucher würdigten das interessante Museumsangebot.
Eine Steigerung war bei den Einzelbesuchern und bei den Gruppenführungen
durch den Verein zu verzeichnen, während die Zahl der durch
die Kurverwaltung und von AGIL betreuten Gruppen rückläufig
war.
Auf einer Halbtagsfahrt im Juni suchten 45 Mitglieder und Gäste
in Kirche und Kloster Dambeck (Altmark) nach Spuren der alten
Ritter von Bodendike.
Führungen im Burgkeller und der Abschluss der Spendenaktion
für das Brauhaus u. a. mit der Übergabe von restaurierten
Teilen der alten Braupfanne und von zahlreichen „Schaufässern“
für Fundstücke prägten Tag des offenen Denkmals
im September. Zum Saisonabschluss platzte der Rittersaal bei
der Vorführung eines Films zum Kriegsende in Uelzen aus
allen Nähten.
Die Präsentation eines neuen – von Rolf Helmke und
Schülern der HS Bad Bodenteich gebauten – neuen Burgmodells,
die Rückkehr der alten Amtstruhe als Dauerleihgabe für
den Rittersaal und der Ankauf zweier Ritterrüstungen für
das Museum waren weitere Höhepunkte im Jahr 2008.
Auch im Jahr 2009
erwartet die Freunde und Förderer der Burg Bodenteich wieder
ein interessantes Programm. Im Museum wird ab Ende März
während des ganzen Jahres die Ausstellung „Kleine
Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide – Flüchtlinge
und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“ gezeigt. Erzähl-Cafés
nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen und ein Film
über das Bohldamm-Lager ergänzen die Ausstellung.
Bereits für den 19. April wieder eine Halbtagesfahrt „Auf
den Spuren der Bodendike“ geplant. Ziel ist Osterwohle
in der Altmark.
Neben dem Bericht der Kassenprüfer, die die vorbildliche
Kassenführung von Schatzmeisterin Helga Warnecke lobten,
und der einstimmigen Entlastung des Vorstandes stand nur die
Wahl eines neuen Kassenprüfers auf dem Programm. Neumitglied
Willy Hannemann, der auch schon bei den Vorbereitungen für
die neue Ausstellung aktiv ist, ließ sich auch hierfür
gern in die Pflicht nehmen.
Förderkreis Burg lädt
ein - Vortrag über die von Bodendike im Baltikum

Der Förderkreis
Burg Bodenteich lädt seine Mitglieder zur diesjährigen
Jahreshauptversammlung am Dienstag, 24. Februar 2009, um 19:00
Uhr in den Rittersaal der Burg Bodenteich ein.
Auf der Tagesordnung
steht u. a. der Tätigkeitsbericht des Vorstandes, in dem
der 2. Vorsitzende Harro Blunk Rückschau auf die Museumssaison
und die vielfältigen weiteren Aktivitäten des Vereins
halten wird. Friedhelm Knüppel berichtet über die
Besucherstatistik des Burgmuseums im Jahr 2008. Nach dem Kassenbericht,
dem Bericht der Kassenprüfer werden in diesem Jahr lediglich
die Kassenprüfer neu gewählt. Mit der Vorschau auf
die neue Museumssaison, die am 27. März um 19 Uhr mit der
neuen Ausstellung "Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide
- Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945"
eröffnet wird, endet der vereinsinterne Teil der Versammlung.
Ab ca. 20.00 Uhr
hält der 1. Vorsitzende Rolf Simon im öffentlichen
Teil einen Vortrag mit Bildern über "Das Rittergeschlecht
derer von Bodendike im Baltikum - Die Fortsetzung einer Spurensuche".
Nachdem beim Mitgliedertreffen im November über den Beginn
der Spurensuche nach den Bodendikern im Baltikum berichtet wurde,
setzt Rolf Simon diese Spurensuche jetzt mit der von ihm vorgenommen
Auswertung der archivalischen Quellen fort.
„Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteicher Heide“ -
Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 - Neue
Ausstellung im Burgmuseum
 
Für die Museumssaison
2009 nimmt sich der Förderkreis Burg Bodenteich wieder
eines interessanten zeitgeschichtlichen Themas der Lokalgeschichte
an. Nach der viel beachteten Ausstellung über die Geschichte
des Reichsarbeitsdienstlagers Bodenteich folgt 2009 eine Ausstellung
mit dem „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich - Heide
- Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“.
Auf dem Gelände
der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) wurden ab 1948/49
vier große Gebäude zu Flüchtlingswohnheimen
umgebaut. Fast 500 Flüchtlinge und Vertriebene fanden hier
eine neue Heimat – darunter 220 Kinder. Jedem Bewohner
standen etwa 6 m² Wohnraum zu. Zu jeder Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnung
gehörte ein Kellerraum; in jedem Gebäude befanden
sich mehrere WC und Badezimmer. 4 Morgen Gartenland gaben den
Vertriebene Gelegenheit, sich ihr Gemüse selbst zu ziehen.
Zwei Kaufläden, ein Milchgeschäft und eine Bäckerei
sowie eine kleine katholische Kirche vervollständigten
die „Kleine Flüchtlingsstadt“ im Kiefernwald
von Bodenteich-Heide, an die die neue Ausstellung erinnern soll.
Ein weiterer Schwerpunkt
ist der Alltag der Flüchtlinge und Vertriebenen, die nach
1945 in großer Zahl nach Bodenteich kamen. Ihre Fluchtwege
in unsere Region, die beengte Wohnsituation und die oft nur
mangelhafte Versorgung mit Lebensmitteln werden ebenso gezeigt
wie die Auswirkungen auf den Schulunterricht und die Ansiedlung
von Betrieben in Bodenteich während der Nachkriegszeit,
wo dann auch einige der Flüchtlinge und Vertriebenen Arbeit
fanden.
Besonders gut dokumentiert
durch genaue Zeichnungen ist die Wohnung der Familie von Edgar
Schulz, Forstweg, die zuerst in Schostorf Zuflucht fand. Sie
wird mit Original- „Möbeln“ von damals (umgebaute
Munitionskisten aus der ehemaligen Muna) u. v. a. in einem Nebenraum
dargestellt.
Die Besucher des
Bad Bodenteicher Burgmuseums erwartet ab Ende März also
wieder einmal eine hochinteressante Ausstellung zur Geschichte
unseres Ortes. Am Freitag, dem 27. März wird sie um 18
Uhr offiziell eröffnet. Erster regulärer Öffnungstag
ist Samstag, 28. März von 14 – 17 Uhr. Die Museumssaison
dauert bis zum 25. Oktober.
Das Museum ist während
der Saison regelmäßig an den Wochenenden samstags
und sonntags sowie an Feiertagen jeweils von 14-17 Uhr geöffnet.
Für Gruppenbesuche und – führungen gibt es Sonderöffnungszeiten,
die unter Tel. Nr. 05824/1350 oder 3539 vereinbart werden können.
Förderkreis
fährt nach Osterwohle
 
In der Nähe
von Salzwedel befindet sich Osterwohle. Das Dorf ist überregional
bekannt durch den im Inneren der Gutskirche um 1620 vollbrachten
reichen Ausbau bzw. die Einrichtung aus ungefasstem Holz. Bisher
wenig beachtet worden ist der Gutshof südlich der Kirche,
welcher ein Kleinod eines Adelssitzes dieser Art in Norddeutschland
darstellt. Auf dem Gelände einer mittelalterlichen Burganlage,
von der noch wesentliche Teile des Wassergrabens und Wälle
erhalten sind, befindet sich das um 1500 entstandene Gutshaus
derer v. d. Schulenburg und ein ebenso alter einstöckiger
Zehntspeicher aus Fachwerk. Am Sonntag, dem 19. April setzt
der Förderkreis Burg seine Fahrten „auf den Spuren
derer von Bodendike“ mit einem Besuch in Osterwohle fort.
Auch ein gemeinsames Kaffeetrinken ist geplant. Abfahrtszeit
und Fahrtpreis waren bei Redaktionsschluss noch nicht genau
bekannt.
Genauere Informationen
gibt es bei Otto Lüpke, Lüder, Tel. 05824/640. Dort
und bei Rolf Simon, Tel. 1350 können bereits jetzt Anmeldungen
vorgenommen werden.
"Klappe
auf, Affe lebt" - Amtstruhe wieder offen
 
Als Ende Oktober die alte Bodenteicher Amtstruhe aus dem 16./17.
Jahrhundert vom Uelzener Bürgermeister Otto Lukat als Dauerleihgabe
wieder an ihre ursprüngliche Heimstatt - die Burg Bodenteich
- zurückgebracht wurde, unterlief einem Mitarbeiter des
Museums Schloss Holdenstedt ein folgenschwerer Fehler: In der
irrigen Annahme, es sei ein Schlüssel für die Truhe
vorhanden, klappte er den Deckel der Amtstruhe zu. Nun war guter
Rat teuer, denn es existierte leider kein Schlüssel mit
dem die Truhe wieder geöffnet werden konnte. Die AZ kommentierte
diesen Vorfall trocken mit dem Spruch "Klappe zu, Affe
tot!"
Das langjährige Förderkreismitglied Jürgen Cronewitz
- seines Zeichens Schlossermeister mit eigener Werkstatt in
Berlin - nahm sich der Sache an und es gelang ihm nach eingehenden
Studien des Schließmechanismus und nach vielen vergeblichen
Versuchen tatsächlich den Truhendeckel wieder zu öffnen.
Damit ein solches Missgeschick nicht wieder passieren kann,
fertigte er auch gleich einen neuen Schlüssel an, natürlich
in der Art der massiven Eisentruhenschlüssel aus dem 17.
Jahrhundert.
Beim Förderkreis Burg Bodenteich - vertreten durch den
2. Vorsitzenden Harro Blunk - herrschte große Erleichterung
und Freude über die nun wieder offene Truhe, die er mit
dem Spruch "Klappe auf, Affe lebt" in Augenschein
nahm. Er nahm dankbar den neuen Truhenschlüssel in Empfang
und versprach ihn sicher zu verwahren. Künftig wird die
Amtstruhe dauerhaft dort zu sehen sein, wo sie Jahrhunderte
stand: im Rittersaal der Burg Bodenteich.
Förderkreis
unterstützt Ausstellung "Schätze im Schlick"
   
Dr. Frank Andraschko
(AGIL) bot eine Exklusiv-Führung durch die von AGIL und
der Kurverwaltung im Brauhaus der Burg Bodenteich organisierte
Ausstellung "Schätze im Schlick" an und zahlreiche
Mitglieder des Burgförderkreises nutzten diese Gelegenheit.
Aus erster Hand erfuhren sie so etwas von der einigartigen archäologischen
Grabung im 1000 Jahre alten Hafen der Hansestadt Stade Ende
der 80er Jahre, die unzählige Gegenstände zu Tage
förderte. Diese Funde erzählen etwas über Schifffahrt
und Handel, über Handwerk und Handel, über Zerstörung
und Aufbau in Stade. In der Ausstellung werden - nach Themen
gegliedert - die interessantesten Funde aus der Hafengrabung
gezeigt. Das Ausstellungskonzept macht Leben und Treiben einer
Hafenstadt spielerisch begreifbar. Kinder und Erwachsene können
an verschiedenen Stationen selbst ausprobieren, wie Geräte
und Werkzeuge funktionierten wie z.B. beim Verladen der schweren
Säcke oder beim Rechnen mit einem Rechenbrett.
Nach dem Besuch der hochinteressanten Ausstellung erklärten
sich viele Förderkreismitglieder spontan bereit, den Aufsichtsdienst
zu den Öffnungszeiten zu übernehmen, so dass die Ausstellung
wie geplant bis Ende März geöffnet bleiben kann. Die
Ausstellung ist bis dahin immer sonntags von 14-17 Uhr zum Preis
von 2 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder geöffnet.
Für Gruppen gibt es Sonderöffnungszeiten auf Anfrage
bei der Kurverwaltung Bad Bodenteich, Burgstraße 8, 29389
Bad Bodenteich, Tel.: 05824 3539,
Fax: 05824 3308, E-Mail: info@bad-bodenteich.de .
Führung
durch Ausstellung "Schätze im Schlick"
Zusammen mit AGIL – Büro für angewandte Archäologie
– zeigt die Kurverwaltung Bad Bodenteich noch bis zum
15.03. 2009 auf dem Kornboden des Brauhauses eine Sonderausstellung
zur maritimen Archäologie des 1000jährigen Hansehafens
Stade mit dem Titel „Schätze im Schlick“. Für
die Mitglieder des Förderkreises Burg findet am Dienstag,
dem 6.Januar um 17.00 Uhr eine kostenlose Sonderführung
durch die Ausstellung statt. Nicht-Vereinsmitglieder sind ebenfalls
herzlich willkommen, müssen aber den üblichen Eintrittspreis
von 2 Euro entrichten.
Gesucht werden noch
Personen die an den Öffnungstagen (jeweils sonntags von
14-17 Uhr) den Aufsichtsdienst in der Ausstellung leisten können.
Interessenten wenden sich bitte an die Kurverwaltung (Tel. 05824/3539),
an Rolf Simon, Tel. 05824/1350 oder an Harro Blunk Tel. 05824/2479.
Flüchtlinge
und Vertriebene in Bodenteich nach 1945

Für
die Museumssaison 2009 plant der Förderkreis Burg Bodenteich
eine Ausstellung mit dem Arbeitstitel „Kleine Flüchtlingsstadt
Bodenteich - Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich
nach 1945“.
Hierfür
werden noch Gegenstände aus dieser Zeit wie Hausrat, Möbel
und Utensilien sowie Fotos, Urkunden und Belege gesucht. In
der Ausstellung sollen außerdem Erlebnisberichte von Zeitzeugen
berücksichtigt werden.
Weiterhin
werden Interessierte gesucht, die aktiv an der Gestaltung der
Ausstellung mitwirken möchten.
Alle, die
auf die eine oder andere Art und Weise die Ausstellung mitgestalten
und auch solche, die Informationen zu dem Thema geben können,
werden gebeten, sich umgehend bei Bernhard Nowak, Tel. 05824
– 1762 oder Rolf Simon, Tel. 05824 – 1350 zu melden.
Großes
Interesse am Kriegsende in Uelzen
  
Zum
Abschluss der diesjährigen Museumssaison zeigte der Förderkreis
Burg Bodenteich den von der Geschichtswerkstatt Uelzen produzierten
Film über die letzten Kriegstage in Uelzen 1945. Mit Jürgen
Kruse war einer der beiden Macher des Films persönlich
erschienen, um die etwa 85 Besucher im vollbesetzten Rittersaal
in die Thematik einzuführen.Die Einnahme der Stadt Uelzen
durch britische Truppen bedeutete zwar das Ende des schrecklichen
Krieges, war aber wegen der Weigerung Uelzens zu kapitulieren
mit starken Zerstörungen und großem persönlichen
Leid verbunden. Original-Filmmaterial der englischen Soldaten
von der Einnahme Uelzen ergänzt durch Zeitzeugenberichte
schufen ein anschauliches, aber auch beklemmendes Bild der letzten
Kriegstage im April 1945. Besonders betroffen reagierten die
Besucher auf das Schicksal der zu Aufräumarbeiten nach
Bombenangriffen in Uelzen eingesetzten Häftlinge des KZ
Neuengamme, die in den Wirren der letzten Kriegstage auf das
Schiff Kap Arcona gelangten und von denen die meisten bei der
Versenkung des Schiffes Anfang Mai ums Leben kamen.
Jürgen
Kruse berichtete anschließend noch von der Arbeit der
Geschichtswerkstatt Uelzen, die neben dem regelmäßig
stattfindenden Erzählcafé zurzeit an einem Film
über das Flüchtlingslager am Bohldamm in Uelzen arbeitet.
Der Förderkreis Burg wird versuchen diesen Film nach Fertigstellung
als Begleitprogramm für die im nächsten Jahr geplante
Ausstellung zum Thema Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich
nach 1945 (Arbeitstitel "Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide")
in Bad Bodenteich zu zeigen.
Mit
einem herzlichen Dankeschön an Jürgen Kruse beendete
Förderkreisvorsitzender Rolf Simon den bewegenden Filmabend
im Rittersaal.
Über
300 Jahre alte Amtstruhe zurück in der Burg
  
Fast
zweihundert Jahre war die "Verschlusssache mit zehn Riegeln
und zwei Schlössern" (R. Egge) ein wichtiges Utensil
der Verwaltung des Amtes Bodenteich. Hierin verwahrte der jeweilige
Amtmann seit dem 17. Jahrhundert wichtige Schriftstücke
und Urkunden, aber auch die Steuerabgaben. Nach der Auflösung
des Amtes Bodenteich 1859 gelangte die Amtstruhe in den Besitz
des Amtes Oldenstadt, aus dem zusammen mit dem Amt Medingen
1885 der Landkreis Uelzen entstand. Danach gelangte die Truhe
in den Besitz des Heimatmuseums Uelzen, jetzt Museum Schloss
Holdenstedt.
Nachdem
sie in den vergangenen Jahren immer nur für eine begrenzte
Zeit in ihrer früheren Heimstatt, der Burg Bodenteich zu
sehen war, herrschte jetzt große Freude, als Otto Lukat,
Bürgermeister der Stadt Uelzen und gleichzeitig Vorsitzender
des Museums- und Heimatvereins für Stadt und Kreis Uelzen,
die Bodenteicher Amtstruhe als Dauerleihgabe in die Burg Bodenteich
zurückbrachte. Zwei Ritter geleiteten ihn in den Rittersaal,
wo eine kleine Kaffeetafel aufgebaut war.
Bürgermeister
Edgar Staßar und Samtgemeidebürgermeister Rainer
Kölling gaben ihrer Freude über die Rückkehr
der Amtstruhe an ihren angestammten Ort Ausdruck und dankten
Otto Lukat für die großzügige Dauerausleihe
und ganz besonders auch dem Förderkreisvorsitzenden Rolf
Simon, auf dessen Initiative hin die Truhe schließlich
in die Burg zurückkehren konnte. Otto Lukat erwiderte,
dass er die Truhe - legitimiert durch einen Vorstandsbeschluss
des Museums- und Heimatvereins- gern nach Bodenteich zurückgebracht
habe. Er wünschte sich eine Vertiefung der Zusammenarbeit
zwischen beiden Vereinen, die Rolf Simon und Harro Blunk als
Vorsitzende gern zusagten.
Auch
auf kommunaler Ebene will man bei der touristischen Inwertsetzung
der historischen Relikte weiter zusammenarbeiten und sich gegenseitig
unterstützen: in Uelzen bei der touristischen Nutzung der
einmaligen Funde auf einem großen Friedhof aus der Langobardenzeit
im Veerßer Wald und in Bad Bodenteich beim weiteren Ausbau
zum Mittelalterzentrum im südlichen Landkreis.
Der
Förderkreis Burg, dessen Einsatz für die Burg allenthalben
anerkannt und begrüßt wird, wird den weiteren Ausbau
der Burg wohlwollend begleiten und unterstützen, so die
Schaffung eines Torensembles im Eingangsbereich der Burg und
beim Lieblingsprojekt des Vereins, der Öffnung des Burgkellers
unter dem Amtshaus für die Besucher der Burg.
Zum Saisonabschluss
am 26.10.: Film Kriegsende in Uelzen 1945
 
Der
Förderkreis Burg Bodenteich zeigt zum Ausklang der Museumssaison
am Sonntag, dem 26.Oktober um 17 Uhr im Rittersaal der Burg
Bodenteich den bei der Jahreshauptversammlung Ende Februar aus
technischen Gründen abgebrochenen Film über die letzten
Kriegstage im April 1945 in Uelzen.
Die Einnahme der
Stadt Uelzen durch britische Truppen bedeutete zwar das Ende
des schrecklichen Krieges, war aber wegen der Weigerung Uelzens
zu kapitulieren mit starken Zerstörungen und großem
persönlichen Leid verbunden.
Die Grundlage des Films bildete das Rohfilm- und Fotomaterial,
das seinerzeit von britischen Kriegsberichtserstattern aufgenommen
worden war. Das Filmteam um Ulla Busse und Jürgen Kruse
hat nun das Filmmaterial chronologisch geordnet und mit Hilfe
von Zeitzeugen und Sachverständigen ergänzt und vervollständigt.
Mit Jürgen
Kruse, dem früheren Leiter des Kreismedienzentrums und
Mitarbeiter der Geschichtswerkstatt Uelzen, wird auch einer
der "Macher" des Films dabei sein und für Fragen
und ergänzende Informationen zur Verfügung stehen.
DVDs können während der Veranstaltung zum Preis von
10 Euro erworben werden.
Im
Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit,
die künftig als Dauerleihgabe in der Bodenteicher Burg
verbleibende Amtslade des früheren Amtes Bodenteich zu
besichtigen.
Blaudruckausstellung geht zu Ende
   
Für acht Wochen stellte der Blaudrucker Alfred Thieme aus
Pulsnitz, einer kleinen Stadt 30 km nordöstlich von Dresden,
Blaudruckarbeiten im Burgmuseum Bad Bodenteich aus.
Die
Ausstellung "Blaue Wunder – Einblicke in das Textil-Handwerk
des Blaudrucks“ endet am kommenden Sonntag eine Woche
früher als geplant, weil Alfred Thieme ohnehin in der Region
zu tun hat. Zum letzten Mal besteht also am Samstag, 26. 7.
und am Sonntag, 27.7. jeweils von 14 - 17 Uhr Gelegenheit, die
wunderschönen blaugefärbten Stoffe mit den unterschiedlichen
Muster im Burgmuseum zu betrachten und auch käuflich zu
erwerben.
Blaudruck
ist eine ungewöhnliche Art der Stoffbemusterung in Form
eines „Reservedruckes“, der mit Indigofärbung
gestaltet wird.Die Stoffe werden nach einer intensiven Reinigung
in kochender Sodalösung insgesamt sechs bis achtmal gefärbt,
um die typische tiefblaue Farbe zu erhalten. Die Muster werden
vorher mit hölzernen Stempeln (Modeln) auf den Stoffen
aufgebracht und mit einer breiigen gelbgrünen Masse, dem
Papp, abgedeckt. Dieser Papp verhindert, dass auch das Muster
blau gefärbt wird. Die Zusammensetzung dieser Druckmasse
hielt die Zunft einst streng geheim. Nach dem Färben erscheint
das Muster dann leuchtend weiß auf dem tiefblau gefärbten
Stoff. Die Blaudruckwerkstatt in der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz
gehört zu den ältesten in Deutschland und bewahrt
eine Tradition aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Von Alfred
Thieme und seinen zwei Mitarbeitern werden jährlich etwa
vier- fünftausend Meter Baumwoll- und Leinenstoffe bearbeitet,
die dann in den unterschiedlichsten Produktformen verkauft werden.
Förderkreis
besuchte Kloster Dambeck

Mit
über 40 Mitreisenden war auch der diesjährige Busausflug
des Förderkreises Burg Bodenteich „auf den Spuren
der Ritter von Bodendike“ ein voller Erfolg. Das Ziel
waren diesmal Kirche und Kloster Dambeck im Altmarkkreis Salzwedel.
In der Dambecker Kirche, zu deren Geschichte der Orgelbauer
Jörg Dutschke ( Dambeck) eine kurze historische Einführung
gab, finden sich heute noch einige interessante Hinweise auf
drei frühere Nonnen bzw. Konventualinnen des Klosters Dambeck.
Förderkreisvorsitzender Rolf Simon zeigte den Bad Bodenteicher
Besuchern drei Grabplatten von Engel Dorothea, von Elisabeth
und von Dorothea von Badendieck, die zwischen 1565 und 1652
in der Kirche beigesetzt wurden. An die letzte Konventualin
Dorothea von B. erinnert außerdem noch eine hölzerne
Gedächtnistafel. Mit dabei waren auch der Stadtarchivar
Steffen Langusch aus Salzwedel und Dr. Wilfried Wettengel aus
Osterwohle denen der Förderkreis wichtige Hinweise auf
die Geschichte derer von Bodendike in der Altmark verdankt.
Nächstes
Ziel war das Kloster Dambeck, in dem die Brüder der „Evangelisch
Benediktinischen Joseph-Brüderschaft“ nach den benediktinischen
Ordensregeln Armut, Gehorsam und Keuschheit leben. Prior Jens
schilderte sehr engagiert und emotional seinen eigenen Lebensweg,
die Geschichte des Klosters und die Entwicklung seit der Wiedergründung
im Jahr 1991.
Am
Kuchen- und Käsebuffet griffen die Bad Bodenteicher Besucher
ordentlich zu und so manch einer nahm sich gegen eine Spende
noch etwas von dem im Kloster erzeugten Käse etwas mit
nach Hause.
Alle
Mitreisenden hatten einen interessanten und ereignisreichen
Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen
erlebt und äußerten den Wunsch nach baldiger Wiederholung.
Nächstes Ziel der Förderkreis – Spurensuche
in der Altmark wird möglicherweise noch in diesem Jahr
die Kirche in Osterwohle sein. Otto Lüpke aus Lüder,
der diesen Ausflug vorbereitet hatte, hat sich bereits bereit
erklärt, auch den nächsten Ausflug in die Altmark
zu planen.
Noch Plätze frei für
Fahrt zum Kloster Dambeck
- Förderkreis wieder sucht wieder Spuren derer von Bodendike
 
Das weitverzweigte Rittergeschlecht derer von Bodendike hat
es dem Förderkreis Burg angetan. In verschiedenen Ausstellungsbereichen
im Burgmuseum Bad Bodenteich dokumentiert der Verein alles,
was bisher aus der Geschichte des Gründergeschlechts der
Burg Bodenteich bekannt ist. Förderkreisvorsitzender Rolf
Simon hat die Geschichte der von Bodendike (Bodendiek, Badendiek)
im Baltikum zu seinem Steckenpferd erkoren und war erst jüngst
mit einigen Vereinskollegen auf Forschungsreise in Lettland
und Litauen. Für einen größeren Kreis von Mitgliedern
bietet der Förderkreis in den vergangenen Jahren immer
wieder Fahrten zu Zielen an, wo Mitglieder der Familie von Bodendike
gelebt haben und es noch ihre Spuren zu entdecken gibt.
Ziel des diesjährigen Vereinsausflugs ist - wie bereits
berichtet - das Kloster Dambeck in der Altmark. Dort wurde am
24. September 1652 die letzte Konventualin Dorothea von Bodendiek
beigesetzt. In der Dambecker Kirche ist noch ihr Grabstein und
eine Wappentafel vorhanden. Danach folgt ein Besuch im Kloster
Dambeck, wo Dorothea als Nonne lebte. Nach einer kleinen Andacht
in der Klosterkirche mit Bruder Jens folgt ein gemeinsames Kaffeetrinken.
Anschließend werden dann die Klosteranlagen besichtigt.Der
Bus wird etwa gegen 18.00 Uhr wieder in Bad Bodenteich eintreffen.
Der Unkostenbeitrag beträgt für Förderkreismitglieder
10,00 Euro; von Nichtmitgliedern werden 15,00 Euro kassiert.
Darin sind enthalten die Busfahrt, Führung und Vorträge
sowie Kaffee und Kuchen!
Auch Nichtvereinsmitglieder sind als Gäste sind herzlich
willkommen. Es sind noch genügend Plätze frei, da
ein entsprechend großer Bus geordert wurde. Anmeldungen
sind noch bis zum 15.6.08 ,12.00 Uhr bei Rolf Simon, Tel. 05824/1350,Harro
Blunk Tel. 05824/2479 und Otto Lüpke, Tel. 05824/640 möglich.
Rolf Helmke schuf mit Schülern ein
neues Burgmodell
  
Ganz
gespannt hatten sich zahlreiche Besucher im Burgmuseum Bad Bodenteich
eingefunden, um die Präsentation des neuen Burgmodells
im Burgmuseum Bad Bodenteich mitzuerleben. Mit dabei war natürlich
auch Rolf Helmke, Lüder, der neben 270 eigenen Arbeitsstunden
auch noch mit 33 Schülern der Hauptschule Bad Bodenteich
in wechselnd zusammengesetzten Schüler-Arbeitsgemeinschaften
an dem Modell gearbeitet hatte.
Als
die beiden Schüler Karsten Bürger und Sebastian Fraatz
dann endlich das Geheimnis lüfteten und das Tuch entfernten,
mit dem das Modell verhüllt war, waren die Besucher ganz
fasziniert von dem überaus gelungenen Modell. Es zeigt
die Burganlage vor etwa 250 Jahren und berücksichtigt alle
neueren Forschungsergebnisse.
Rolf
Simon bedankte sich ganz herzlich bei Rolf Helmke und den beteiligten
Schülern und lud alle zum Eisessen in Bad Bodenteicher
Eisdiele ein. Er wünschte allen Besuchern viel Spaß
und spannende Entdeckungsreisen mit dem neuen Burgmodell,bei
dem sich längst nicht alle Details mit dem ersten Blick
erschließen.
Das
Burgmuseum Bad Bodenteich ist jeweils samstags und sonntags
(außer am 15.6.) von 14-17 Uhr geöffnet.
Burgmuseum am 15. Juni geschlossen
Wegen
eines Vereinsausflugs zum Kloster Dambeck(wir berichteten) bleibt
das Burgmuseum Bad Bodenteich am Sonntag, dem 15. Juni für
die Besucher geschlossen. Am 14. Juni und dann wieder am 21./22.
Juni ist das Museum dann wieder regulär von 14-17 Uhr geöffnet.
Alfred
Thieme "macht jeden Tag blau" -
Ausstellung zum Blaudruckhandwerk im Burgmuseum Bad
Bodenteich
    
Alfred
Thieme, Blaudrucker aus Pulsnitz - einer kleinen Stadt nordöstlich
von Dresden - hatte einst durch Jürgen Stammer, Lüder,
Kontakte in unsere Region geknüpft. So war er gern bereit,
auf Bitten des Förderkreises Burg Bodenteich eine kleine
Ausstellung zu diesem faszinierenden Handwerk im Burgmuseum
Bad Bodenteich zu gestalten.
Weil
er wegen des Salzwedeler Hansetages ohnhin in der Region war,
konnte er jetzt die Ausstellung „Blaue Wunder –
Einblicke in das Textil-Handwerk des Blaudrucks“ persönlich
eröffnen. Nach der Begrüßung durch den stellv.
Förderkreisvorsitzenden Harro Blunk erläuterte Alfred
Thieme die verschiedenen Arbeitsgänge bei der Herstellung
von Blaudruck- Textilien. In der Blaudruckwerkstatt von Pulsnitz
wird seit dem 17. Jahrhundert dieses Handwerk betrieben. Die
Stoffe werden nach einer intensiven Reinigung in kochender Sodalösung
insgesamt sechs bis achtmal mit Indigo gefärbt, um die
typische tiefblaue Farbe zu erhalten. Früher wurde diese
Farbe ausschließlich aus der Farberpflanze Färberwaid
gewonnen.
Vor
der Färbung werden die Muster mit hölzernen Stempeln
(Modeln) auf den Stoffen aufgebracht und mit einer breiigen
gelbgrünen Masse, dem Papp, abgedeckt. Dieser Papp verhindert,
dass auch das Muster blau gefärbt wird. Nach dem Färben
erscheint das Muster dann leuchtend weiß auf dem tiefblau
gefärbten Stoff.
Mit
Bildtafeln, einer improvisierten Färbevorrichtung und einigen
Modeln wird der Herstellungsprozess im Burgmuseum vorgestellt.
Eine Anzahl von Zeitungsausschnitten gibt Einblick in die vielfältige
In der Werkstatt sind etwa 1200 Modeln mit verschiedenen Mustern
vorhanden, so dass eigentlich kein Stoff dem andern gleicht.
Thieme
hatte einige seiner schönsten Stoffe mitgebracht, so ein
Mustertuch, auf dem die unterschiedlichsten Muster zu sehen
sind oder das beeindruckende Hungertuch, für das er die
Model nacharbeiten musste, weil die Originale nicht mehr zur
Verfügung standen.
Viele
Ausdrücke unserer Alltagssprache ("blau machen"
- "grün und blau schlagen"- der "Blaue Montag")
lassen sich auf Gewohnheiten der Bludruckhandwerker zurückführen,
wie Alfred Thieme zu berichten wusste.
Die
„Blauen Wunder aus Pulsnitz“ sind noch bis zum 3.
August immer während der Öffnungszeiten (samstags
und sonntags von 14-17 Uhr) im Burgmuseum Bad Bodenteich zu
sehen.
Pünktlich zum Burgspektakel - Neue
Ritterrüstungen im Museum
Das
hat gerade noch rechtzeitig geklappt: Pünktlich zum Burgspektakel
auf der Bodenteicher Burg zeigt das Burgmuseum Bad Bodenteich
zwei neue Ritterrüstungen in der "Bodendike-Ecke".
Auf
Initiative von Rudolf Beusse, Suhlendorf, der schon seit zehn
Jahren Ausstellungen im Burgmuseum mit eigenen Stücken
bereichert hat, nahm Förderkreisvorsitzender Rolf Simon
Kontakt zu einem Sammler im Nordkreis auf, der seine Sammlung
von Ritterrüstungen auflösen wollte. Mit einer Sammlung
auf der Jahreshauptversammlung und mit größeren Einzelspenden
wurde die finanzielle Grundlage für den Erwerb der Rüstungen
geschaffen. Damit geht jetzt zum Burgspektakel, mit dem jedes
Jahr das Mittelalter auf der Bodenteicher Burg zum Leben erweckt
wird, ein lang gehegter Wunsch des Förderkreises in Erfüllung.
Mit den zwei neuen Ritterrüstungen erfährt das Burgmuseum
eine erhebliche Bereicherung und wird dadurch für die Besucher
noch interessanter.
Zum
Burgspektakel ist das Museum an folgenden Tagen geöffnet:
Do., 1. Mai (13 – 18 Uhr), Sa. 3. Mai (13-18 Uhr) und
So. 4. Mai (12-17 Uhr). Der Museumsbesuch ist im allgemeinen
Eintritt auf das Burggelände mit enthalten, der Förderkreis
erhofft sich aber weitere Spenden durch die Besucher, um vielleicht
noch das eine oder andere wertvolle Stück aus der Sammlung
im Nordkreis erwerben zu können.
Bad Bodenteich zauberhaft in Öl
gemalt
   
Christel Schnelli hatte es sich trotz ihrer angegriffenen Gesundheit
nicht nehmen lassen, aus ihrem neuen Wohnort Berlin zur Eröffnung
einer Ausstellung ihrer Bilder nach Bad Bodenteich zu kommen.
Zusammen mit zwei erst in Berlin fertig gestellten Gemälden,
die die Künstlerin mit zur Ausstellungseröffnung brachte,
sind zwischen Ostern und Pfingsten 18 Bilder mit Motiven aus
Bad Bodenteich und Umgebung im Burgmuseum zu sehen. Mit herzlichen
Worten eröffnete Förderkreisvorsitzender Rolf Simon
Im Beisein einer ganzen Reihe interessierter Besucher die Bilderausstellung
von Christel "Zauberhaftes Bad Bodenteich - Impressionen
in Öl" . Nach ersten Malerfahrungen in ihrer Kindheit
begann Christel Schnelli nach einer schweren Krankheit als Therapie
wieder zu malen. Mit ausschließlich in Ölfarben gemalten
Bildern tauchte sie ein "in die bunte Welt der Farben".
Ihre Bilder wurden bereits auf vielen Ausstellungen in der näheren
und weiteren Umgebung präsentiert, so u. a. in Aredseee,
Salzwedel, Ludwigslust, Dannenberg, Bad Bevensen. Christel Schnelli
war mehrfach Finalisten bei internationalen Kunstwettbewerben,
z. B. 2006 bei der "Art Periscope" in Czestechowa,
Polen. Kurz vor ihrem Rück-Umzug von Neu Bellahn/Zernien
nach Berlin entstand die Idee einer Ausstellung in Bad Bodenteich,
für die Christel Schnelli eigens insgesamt 18 Gemälde
schuf, die nach Ausstellungsende auch käuflich erworben
werden können. Im Mai gehen Christel Schnellis Bilder mit
Bodenteicher Motiven in Bad Bodenteichs Partnerstadt Ludza/Lettland,
um dort in einer Ausstellung gezeigt zu werden.
Christel Schnelli bedankte sich bei Rolf Simon - wie könnte
es anders sein - mit dem Bild eines Reiters, das zugunsten des
Förderkreises Burg versteigert werden soll.
Das Burgmuseum ist immer samstags und sonntags sowie an Feiertagen
von 14 - 17 Uhr geöffnet.
Förderkreis
Burg sucht Hilfe bei Betreuung von Textilien
  
Der
Förderkreis Burg Bodenteich hat in seinen Museumsbeständen
auch viele Exponate aus Textilien. Es ist das Ziel, diese interessanten
Stücke in Zukunft mehr herauszustellen. Hierzu bedarf es
einer Durchsicht und Archivierung. Für diese interessante
und verantwortungsvolle Arbeit sucht der Förderkreis engagierte
ehrenamtliche Helfer/Innen, die sich für Textilien interessieren
und sich besonders mit Leinen ein wenig auskennen. Sachkundige
Unterstützung ist gewährleistet. Interessierte melden
sich bitte unter Tel. Nr. 05824/1350 beim 1. Vorsitzenden Rolf
Simon (E-Mail: ROLFSIMONLUEDER@web.de )
Gesucht
werden auch Mitfahrer zur Tagung der regionalen Arbeitsgemeinschaften
des Museumsverbandes am Montag, 7.4. um 10 Uhr im Museuim Handeloh,
wo das Thema Textilien im Mittelpunkt steht.
Viel Interesse an Geschichte
des Reichsarbeitsdienstlagers- Förderkreis eröffnete
Ausstellung
 
Es mögen wohl an die 50 Besucher gewesen sein, die sich
am Freitagabend über die Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers
informieren wollten. Der Förderkreis Burg Bodenteich hat
dieses bisher nur wenig bekannte Kapitel der Bad Bodenteicher
Geschichte in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Jahressonderausstellung
gestellt.
Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Rolf Simon, der
auch Bürgermeister Edgar Staßar und seinen Stellvertreter
Werner Schulz unter den Gästen begrüßen konnte,
ergriff mit Edmund Gähring, einer der „Hauptausstellungsmacher“
das Wort. Angeregt durch einen persönlichen Bezug (sein
Vater gehörte als Truppführer mehrere Jahre dem Arbeitsdienst
an), hatte er schon vor einigen Jahren Fotos, Dokumente und
Gegenstände zur Geschichte des RAD - Lagers in Bodenteich
zu sammeln begonnen. Maßgeblich unterstützt von Harro
Blunk, aber auch von Berni Nowak, der viele Zeitzeugen-Interviews
durchführte, ist es Edmund Gähring gelungen eine überraschend
umfangreiche und detaillierte Darstellung des Reichsarbeitsdienstes
in Bodenteich zu erarbeiten. Gespickt mit vielen Geschichten
zu einzelnen Fotos führte er die Besucher durch die Ausstellung,
die von den Anfängen des Freiwilligen Arbeitsdienstes 1932
über das Reichsarbeitsdienstlager am Waldweg bis hin zu
dessen Nutzung als Flüchtlingslager (bis Anfang der 60er
Jahre) reicht. Der Aufbau des Lagers, der Alltag der Arbeitsmänner,
ihre vormilitärische Schulung, ihre vielfältigen Einsatzbereiche,
u.a. im Langenbrügger Moor und beim Bau der ersten Bodenteicher
Badeanstalt (heute Seepark), werden ebenso gezeigt wie der Alltag
im Flüchtlingslager am Waldweg, wo nach 1945 viele Flüchtlingsfamilien
Unterkunft fanden. Zahlreiche Original-Spaten des Arbeitsdienstes
sind ebenso Blickfang wie Original-Geschirr, Uniformteile u.a.
Den Schlusspunkt beim Rundgang durch die Ausstellung bildet
die Original- Wasserpumpe, die ca. 1950 zur Verbesserung der
Wasserversorgung im Flüchtlingslager aufgestellt wurde
und von einem seiner früheren Bewohner bis in unsere Zeit
gerettet werden konnte.
Einige Besucher erkannten sich selbst auf ausgestellten Fotos
wieder oder konnten eigene Erlebnisse und Erfahrungen als Zeitzeugen
mitteilen.
Wie schon bei früheren Ausstellungen zur Bodenteicher Geschichte
ist es dem Förderkreis Burg wieder einmal gelungen, Lokalgeschichte
auch der jüngeren Vergangenheit anschaulich zu präsentieren,
ohne die gebotene Distanz zum dunkelsten Kapitel der deutschen
Geschichte zu vernachlässigen.
Im Laufe des Jahres wird hierzu auch noch eine Broschüre
erscheinen.
Das Museum ist ab sofort immer samstags, sonn- und feiertags
(auch Karfreitag und Ostermontag) von 14-17 Uhr geöffnet.
Bilder zeigen „Zauberhaftes
Bad Bodenteich“ im Burgmuseum
 
Mit
der Bilderausstellung Zauberhaftes Bad Bodenteich – Impressionen
in Öl“ zeigt der Förderkreis Burg einige Arbeiten
der Künstlerin Christel Schnelli, die früher in Zernien-Bellahn
(LK Lüchow-Dannenberg zu Hause war. Mittlerweile ist sie
nach Berlin umgezogen.
Vorher hat sie aber noch insgesamt 16 Bilder in Bad Bodenteich
und Umgebung gemalt, die jetzt im Burgmuseum Bad Bodenteich
ausgestellt werden und nach Ausstellungsende auch erworben werden
können.
Die Ausstellung beginnt am Karfreitag, dem 21. April mit einer
kleinen Vernissage zur üblichen Museumsöffnungszeit
um 14 Uhr (nicht wie teilweise angekündigt um 19 Uhr!!!)
und wird bis Anfang Mai zu sehen sein.
Man
merkt Christiane Schnellis Bildern an, dass sie gerne malt und
dabei viel Freude empfindet. Ganz wichtig sind ihr die Details:
" Ich male, wie ich empfinde, darum muss man bei einer
Wiese auch die Grashalme erkennen können", so die
Künstlerin. Der Betrachter wird dieses deutlich an ihren
Bildern feststellen.
Schon als Kind zeichnete Frau Schnelli sehr gerne. Später
wurde diese Neigung durch andere Hobbys wie Gobelinstickerei
und Turniertanzen verdrängt. Schwere Krankheiten drohten
Anfang der 90er Jahre, diesem aktiven Leben ein Ende zu setzen.
Sie begann wieder zu malen, probierte immer neue Techniken und
Stilrichtungen aus. "Ich mag es nicht einseitig" erzählt
Christel Schnelli.
Nachdem ihr Mann vor einiger Zeit verstarb, konnte Sie ihrem
Leben durch das Malen wieder Kraft und Inhalt geben.
Das Burgmuseum ist von Mitte März bis Ende Oktober immer
samstags, sonn- und feiertags (auch Karfreitag und Ostermontag
sowie Maifeiertag, Himmelfahrt und Pfingstmontag) von 14-17
Uhr geöffnet.
Einladung
Sehr
geehrte Damen und Herren,
zur Eröffnung der diesjährigen Museumssaison
am Freitag, dem 14. März 2008 um 19.00 Uhr
im Burgmuseum Bad Bodenteich
laden wir Sie hiermit herzlich ein.
Thema
der diesjährigen Jahressonderausstellung ist die Geschichte
des Reichsarbeitsdienstlagers Bodenteich in den 30er Jahren
und die
Nutzung als Flüchtlingslager in der Nachkriegszeit.
Wir weisen Sie schon jetzt darauf hin, dass am Karfreitag, dem
21.März 2008 um 14.00 Uhr die Bilderausstellung „Zauberhaftes
Bad Bodenteich“ mit Bildern von Christel Schnelli, Berlin
(früher Zernien-Bellahn) beginnt.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen!
Mit
freundlichen Grüßen
Rolf Simon, 1. Vorsitzender Harro Blunk, 2. Vorsitzender |